You are here: Home / Users / Wigbert Benz / Der Hungerplan im "Unternehmen Barbarossa" 1941
Social Media Buttons fb twitter twitter twitter
  • Metadata

    • Document type
      Presentation (monograph)
      Author (Presentation)
      • Benz, Wigbert
      Language (Presentation)
      Deutsch
      Language (Monograph)
      Deutsch
      Author (Monograph)
      • Benz, Wigbert
      Title
      Der Hungerplan im "Unternehmen Barbarossa" 1941
      Year of publication
      2011
      Place of publication
      Berlin
      Publisher
      Wissenschaftlicher Verlag Berlin (wvb)
      Number of pages
      84
      ISBN
      978-3-86573-613-0
      Subject classification
      Military History, Social and Cultural History
      Time classification
      20th century → 1940 - 1949
      Regional classification
      Europe → Northern Europe → Baltic states → Estonia, Europe → Northern Europe → Baltic states → Latvia, Europe → Northern Europe → Baltic states → Lithuania, Europe → Eastern Europe, Europe → Eastern Europe → Russia, Europe → Eastern Europe → Belarus, Europe → Eastern Europe → Ukraine, Europe → Eastern Europe → Moldavia, Europe → Eastern Europe → Caucasus → Armenia, Asia → Central Asia
      Subject headings
      Verhungern
      Russlandfeldzug <1941-1945>
      Vorgeschichte Weltkrieg <1939-1945>
      Sowjetunion
      recensio.net-ID
      85f6c521bb34d2e6e58cbf7e55e0c94b
  • Citation rules

  • Terms of licence

    • This text is subject to the creative-commons-licence Attribution-NonCommercial-NoDerivs (CC-BY-NC-ND), which means that it may under these conditions be used electronically, distributed, printed, and provided for download. Here you can read the licence’s text:

      http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/deed.en
  • Links

Wigbert Benz: Der Hungerplan im "Unternehmen Barbarossa" 1941 (presented by Wigbert Benz)

Show table of contents

Zig Millionen Menschen sollten in den besetzten Gebieten der Sowjetunion verhungern, um Nahrungsmittel für Wehrmacht und deutsche Bevölkerung frei zu machen. So sahen es die vor Beginn des Russlandfeldzuges in Görings Vierjahresplanbehörde ausgearbeiteten wirtschaftspolitischen Richtlinien vor. Wegen des gescheiterten Blitzkrieges konnten die Planungen nicht im vollen Umfang realisiert werden. Trotzdem verhungerten mehrere Millionen Menschen. Die Studie analysiert die dokumentarischen Grundlagen dieses Hungerplans und beleuchtet die Zustimmung Hitlers, Görings, Rosenbergs und Himmlers. Sie fokussiert die Ergebnisse der internationalen Forschung zu diesem NS-Großverbrechen, das alleine in Leningrad eine Million Einwohner und mehr als zwei Millionen in deutschem Gewahrsam befindliche sowjetische Kriegsgefangene dem Hungertod auslieferte.

Im Unterschied zu bisherigen Untersuchungen werden die Dokumente und Planer  auch im Kontext des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher erörtert, während bislang dieser Rahmen weniger beachtet blieb und die Dokumente eher losgelöst davon referiert wurden. So aber wird jetzt z.B. deutlich, dass Göring in Nürnberg sehr wohl auch für seine Verantwortung an der Hungerplanung, konkret der in der "Grünen Mappe" vorgesehenen Umleitung von Lebensmitteln weg von den Einwohnern der UdSSR hin zu deutschen Zwecken,  verurteilt wurde. Der Scheinwiderspruch von Hungerplan und Hungerkalkül wird erörtert und geklärt. Zudem wird die hohe Wertschätzung, die den Chefplanern Staatssekretär Herbert Backe und General Georg Thomas von Hitler und Göring zuteil wurde, sowie die Zustimmung von Hitler, Göring, Rosenberg und Himmler zu diesem Hungervorhaben konzentriert dargestellt, dabei werden auch die  Ausführungen Hitlers in dessen Denkschrift 1936 zum Vierjahresplan berücksichtigt.

Alex Kay says:
Jul 24, 2011 10:15 PM

Das unbekannte Menschheitsverbrechen

Pünktlich zum 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 erscheint dieses Bändchen des Karlsruher Historikers Wigbert Benz. Die horrende Tatsache, dass etwa 27 Millionen Sowjetbürger –- wovon die Hälfte nicht an Kampfhandlungen teilnehmende Zivilisten war –- während des deutschen Vernichtungskrieges zu Tode gebracht wurden, dürfte vielen Lesern nicht bekannt sein. Darunter befinden sich zwischen vier und sieben Millionen Menschen, die vor allem in den Kriegsgefangenenlagern und den Großstädten von den deutschen Streitkräften gezielt durch Hunger umgebracht wurden. Der im Vorfeld des Angriffs ausgearbeitete Hungerplan konnte jedoch wegen des fehlgeschlagenen Verlaufs des Feldzuges und des daraus resultierenden Fehlens des erforderlichen Personals nicht im gewünschten Umfang verwirklicht werden. Der Plan visierte dreißig Millionen Hungertote in den besetzten sowjetischen Gebieten an. Mit diesem Buch wird für ein breites Leserpublikum das Wesentliche des Themas in einer auf dem aktuellen Forschungsstand beruhenden Basislektüre überzeugend dargestellt.