You are here: Home / Users / Karl Heinz Metz / Geschichte
Social Media Buttons fb twitter twitter twitter
  • Metadata

    • Document type
      Presentation (monograph)
      Author (Presentation)
      • Metz, Karl Heinz
      Language (Presentation)
      Deutsch
      Language (Monograph)
      Deutsch
      Author (Monograph)
      • Metz, Karl Heinz
      Title
      Geschichte
      Subtitle
      Eine Theorie
      Year of publication
      2015
      Place of publication
      Frankfurt am Main
      Publisher
      Peter Lang
      Number of pages
      129
      ISBN
      978-3-631-66504-6
      Subject classification
      Historiography
      Time classification
      until 499 AD, Middle Ages, Modern age until 1900, 20th century, 21st century
      Regional classification
      World
      Subject headings
      Geschichtstheorie
      Geschichtsphilosophie
      Politische Philosophie
      recensio.net-ID
      a68e74e11520452082019ea87c301aaa
  • Citation rules

  • Terms of licence

    • This text is subject to the creative-commons-licence Attribution-NonCommercial-NoDerivs (CC-BY-NC-ND), which means that it may under these conditions be used electronically, distributed, printed, and provided for download. Here you can read the licence’s text:

      http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/deed.en
  • Links

    • This publication is not available online

Karl Heinz Metz: Geschichte. Eine Theorie (presented by Karl Heinz Metz)

Show table of contents

Geschichte: Eine Theorie.
 – Wozu Geschichtstheorie?			2

1	Wissen
1.1	Physik					5
1.2	Biologie				6
1.3	Geschichte				7
1.4	Summe					8

2	Theorie					
2.1	Gesellschaft			        9	
2.2	Geschichte: Prozess		       16
2.3	Geschichte: Struktur		       25
2.4	Summe				       28

3	Philosophie
3.1	Anthropologie			       30
3.2	Politische Philosophie		       32
3.3	Geschichtsphilosophie		       40
3.4	Summe				       45

4	Praxis
4.1	Zivilisation			       46
4.2	Kinesis				       50
4.3	Summe				       53

5	Minima historia
5.1	Anamnesis			       56
5.2	Summa summarum			       64

-Literaturhinweis			       72

Der vorliegende Text ist ein Argument im Kontext zweier Thesen mit dem Ziel, ein neues Paradigma historischen Denkens zu entwerfen.

1. Geschichte kann Theorie werden. Der Historismus wird dabei dialektisch überwunden, indem man ihn mit der Politischen Philosophie und der Theorie in Beziehung setzt. Eine Wissenschaft, die nicht danach strebt, eine Theorie auszubilden, ist keine. Dass die Geschichte bisher nicht theoriefähig geworden ist, hat mit ihrer Macht-Rendite zu tun, also damit, dass Aussagen über Vergangenheit zu Verteidigung oder Ablehnung jeweils bestehender politisch-moralischer Herrschaftsverhältnisse genutzt werden können. Nur eine theoretisch bewusste Geschichtswissenschaft vermag solcher „Jetzt!“-Historie mit einer analytischen Begrifflichkeit zu begegnen und so das Eigentliche von Geschichte und historischem Denken deutlich werden lassen: Vielfalt in der langen Zeit zu sein, Vielfalt, die durch analytische Begriffe auf Grundlegendes zurückgeführt werden kann.


2. Geschichte muss Theorie werden. Die globale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts steht unter zwei Vorbehalten: dem der Postmoderne, dem der Posthistoire. Postmoderne für die Theorie bedeutet die Aufgabe von Einheitskonzepten, den Übergang zu beweglichen Begriffen, die Netzwerke bilden können. Posthistoire bedeutet die Entwertung überkommener Orientierungskonzepte bei rapide wachsender Datenmenge. Das Historische verliert seinen – weitgehend nationalen – Ordnungsrahmen, es wird so „flach“ wie die ökonomisierte Welt, wie Big Data. Die „Geschichte“ als eine kulturell bedeutsame Weise des Wissens, Denkens könnte verloren gehen, was problematisch wäre, denn als Faktizität wird sie fortbestehen. Eine Theorie hingegen bietet die Möglichkeit, Daten analytisch – und nicht nur historiografisch – in Informationen, Wissen umzuwandeln und dadurch dem Zerfall überkommener Konzepte eine neue Arbeits- und Denkweise entgegen zu stellen, mit der zugleich das Phänomen der Big Data zu durchdringen wäre.

- Summe: Die Zukunftsfähigkeit der Geschichtswissenschaft hängt von ihrer Theoriefähigkeit ab. Nur dann vermag sie ihrer kritischen Aufgabe gerecht zu werden: Die Arroganz der Gegenwart zu stören.


Die Frage, von der dieser Text also ausgeht, ist die nach Möglichkeit und Form historischen Denkens im 21. Jahrhundert. Die Antwort, die angeboten wird, ist jene einer Wissenschaft der Geschichte, welche als Geschichtsschreibung zur Kritik der Geschichtspolitik wird und als Theorie zu einer kategorialen Analyse des sozialen Handelns in der irreversiblen Zeit. Die dadurch entstehende Leerstelle hin zur menschlichen Grundfrage nach „Sinn“ und „richtigem Handeln“ wird an die Politische Philosophie weitergereicht. Diesem Denkansatz entspricht der Aufbau des Textes: Zuerst werden kurz die Grundformen des sozialen Wissens umrissen (Physik, Biologie, Geschichte) und deren innere Verknüpfung durch den Doppelbezug der qualitativen Zeit und der gesellschaftlichen Konstruktion aufgezeigt. Es folgen ein Abschnitt über die Theorie (als Gefüge aus den Kategorien „Technik/Arbeit“, „Gewalt/Politik“, „Sprache/Weltanschauung“, „Sicherheit/Gesellschaft“) sowie ein Abschnitt über die Politische Philosophie (verstanden als Bereich der „res gerendae“). Im nächsten – thematisch wiederum verschiedenen – Abschnitt soll die Brauchbarkeit der bis dahin entwickelten Begrifflichkeit durch Bezug auf zwei historische Grundphänomene aufgezeigt werden: „Zivilisation“ (als Struktur sehr langer Vergesellschaftung), „Kinesis“ (als Struktur von Krise und Kollaps). Der letzte Abschnitt enthält eine kritische Selbstreflexion über die biografischen Implikationen jeglichen sozialen wie historischen Denkens sowie eine minimalistisch konzentrierte Zusammenfassung der Ergebnisse.

Bernd_Naegel says:
Feb 06, 2016 10:40 PM

Geschichte: Eine Theorie
Die Frage nach der Relevanz der Vergangenheit für Gegenwart und Zukunft beschäftigt den Menschen seit jeher. Soll aus der Geschichte gelernt werden, bedarf es eines analytischen Gefüges zur Herausarbeitung von Strukturen in konkreten geschichtlichen Abläufen und Zuständen mit Übertragbarkeit auf andere – kurzum einer Theorie.
Metz unternimmt diesen Versuch. Mit dem Erfahrungsschatz eines Forscherlebens und dem ihm eigenen Gespür seziert er die Geschichte und analysiert brillant die Bedingungen des Funktionierens einer Gesellschaft durch die Zeit. Die Wirklichkeit einer Gesellschaft sieht Metz im Verhältnis, in welchem Gewalt, Arbeit und Sprache zueinander stehen, d. h. in der Art und Weise, in der sie ihren Zweck gestaltet, nämlich Sicherheit zu realisieren. Dieses Verhältnis verkörpert einen „Sinn“, d. h. etwas Geistiges, das die Lebenswirklichkeit der Angehörigen einer Gesellschaft übergreift. Das menschliche Streben nach Sinn forme, so Metz, zusammen mit ihren sozialen Ausdeutungen das Wesen einer Zivilisation. Es befriede die existentielle Unruhe und damit die Gesellschaft, weil es die dort geltenden Bedeutungen richtigen oder falschen Verhaltens auf ein Letztgültiges beziehbar macht. Erst ein überliefertes kollektives Bewusstsein verbindlicher Normen sichert einer Gesellschaft jene Kontinuität des Sinnbezugs, die ihr Festigkeit verleiht. Diese Normen organisieren jene grundlegenden Wertentscheidungen, die zu einer durchgreifenden Vorstellung von Gemeinschaftlichkeit verhelfen. Aus der Anerkennung einer darauf basierenden Autorität resultiert soziales Vertrauen, wird Frieden und Zukunftszuversicht möglich.
Allerdings, so wirft Metz ein, die Abkürzung durch zeitgeistige Moralien sei seit jeher komfortabler gewesen als das Verlangen nach auf historische Erkenntnis gegründeten Maßstäben der „Langen Zeit“. Da ideologische Konzepte i. d. R. erst entstehen, wenn die Staatsaufgaben aufgrund der Belastbarkeit der staatsbürgerlichen Tugenden gewährleistet werden können, müssen sie sich zumindest zeitweise nicht mehr der Unerbittlichkeit des Lebens stellen. In der Folge droht die Notwendigkeit für das Wahrnehmen der Wirklichkeit verloren zu gehen. So werden die Ernstfälle einer Gesellschaft wie Schutz und die Befriedung von Verteilungskonflikten mitsamt der damit verbundenen Machteffekte seit langem ausgeblendet, mit der Folge, dass das Generieren einer langfristig tragfähigen bewusstseinsbildenden Erfahrung nur schwer möglich ist. Die bürgerliche Moral lebt von der Substanz, ohne eine neue aufzubauen. Die Politik sieht sich immer weniger in der Lage, eine staatstragende Moral einzufordern, mehr noch, sie scheint sich ihrer Bedeutung nicht mehr bewusst oder gar selbst nicht mehr darüber zu verfügen. Den Anschein ihrer Autorität kann sie gleichsam nur noch durch Nichtausübung wahren. Eine solche Entwicklung muss systemgefährdende Prozesse initiieren. Der Raubbau an den moralischen Ressourcen einer Gesellschaft ist schwer reversibel. So wird die wechselseitige Verpflichtung einer gemeinschaftsbildenden Loyalität nur schwer wieder aufzubauen sein, ist sie einmal gekappt.
Metz zeigt die Konsequenzen einer Bewusstseinsbesessenheit der totalen Gegenwärtigkeit, ohne Rücksicht auf ein Zuvor, ohne Vorsicht für ein Danach auf: Ist Herrschaft nicht mehr überlegen moral- und gewaltfähig, schwindet die Ehrerbietung, d. h. die Vorstellung, dass die „Herren“ es besser wissen und das „Gute“ wissen und tun. Das Rechtsgefühl trägt das geltende Recht nicht länger. Das herrschende Ordnungsgefüge gerät ins Rutschen, das Friedensvertrauen in die Zukunft erodiert, der Fußabdruck der Gewalt kehrt in die Gesellschaft zurück.
In solchen Zeiten kollabiert Zukunft für die Mehrheit der Menschen zu Überleben. Doch für die Minderheit der Erwählten, Wissenden explodiert sie zu Rettung, ausgeübt im Namen einer zu rettenden Masse. Die Canaille entsteht, wenn die Institutionen nicht mehr drohen können. Sie wird vom Mob zur marschierenden Masse, wenn sie (eindeutige) Führer findet. Da diese sich im Besitz der absoluten Moral wähnen, handeln sie völlig verantwortungslos: Das moralische Urteil (über andere) ist das Opium der Psyche. Das absolute Denken: die Rettung der Gesellschaft, der Welt hat in der Faszination der Einfachheit von Gewalt und Moral seinen Ausgangspunkt. Nur in der Anerkennung der eigenen Wahrheitsüberlegenheit entsteht jene Aufblicksbeziehung, die Herrschaft ausbildet, also das, worauf es ankommt, die Andern psychisch zu unterwerfen. Die Öffentlichkeit einer Gesellschaft bilden nicht die Geschehnisse als solche, sondern die Machtfähigkeit von Behauptungen, durch welche andere zum Schweigen gebracht werden. Die Herrschaft im Diskurs ergibt sich aus der Verfügung über Gut und Böse, wie sie jene erlangen, deren Wut der Anklage in nichts besteht, als dem Wunsch zum Über-Ich der Anderen zu werden, zu ihrem schlechten Gewissen. Wer aber moralisiert, argumentiert nicht. Er predigt. In der Geschichte ist zuviel gepredigt worden. Maxime einer amoralischen Historie muss ein: Wo alle rühmen: fragen. Wo alle verdammen: fragen.
Das Denken über die Kinesis ist so erbarmungslos wie diese selbst. Metz überwindet das Widerstreben des Willens, das ihm Widrige in die Beleuchtung des Intellekts kommen zu lassen. Denn, so seine Motivation, wer das Denken über die Kinesis nicht erträgt, wird sie selbst zu ertragen haben.
Dieser Nemesis stellt Metz die Anforderungen für die Stabilität der civitas gegenüber: Anerkennung ihrer Tradition, der in ihr bestehenden Wechselseitigkeit von Rechten und Pflichten und Einsatz für die res publica, d. h. auch für das, wovon man sich gerade keinen Nutzen verspricht. Verantwortung bedeutet, sich anzustrengen und sich dafür einzusetzen, dass man den folgenden Generationen etwas hinterlässt, das zu erben lohnt: Verantwortungsfähig ist, wer daran zu tragen hat. Verantwortungsunfähig ist, wer keine Last spürt, weil er keine auf sich genommen hat. Dabei verweist Metz nicht auf einen anzustrebenden Endzustand, wohl aber auf eine Leitlinie des Handelns: Das Neue, das das Alte herausfordert, muss sich am Ende mit ihm verbinden - nur so wird Kontinuität möglich. Dieses dialektische Angebot ist Ausdruck der conditio humana, des Menschen der unterwegs ist, immer wieder ankommt, immer wieder aufbrechen muss.
Der Bezug auf das von den Vorfahren Übergebene reflektiert die Einsicht, dass da, wo ein zivilisatorisch gegründetes Gefüge von Werten keinen Sinn mehr spendet, nicht mehr verbindet, eine Zivilisation verschwindet, denn das, was ihr Halt verleiht: das Vertrauen, braucht Vergangenheit als Fundament der Zukunft.
Die Rühmung des Bekannten (Tradition) erfüllt folglich einen Systemzweck, eben den der Stabilisierung. Wo alles zerredet, ins Beliebige gezogen wird, ist keine Basis für gemein-schaftliches Handeln vorhanden. Die Desavouierung der tradierten kollektiven Normen lässt keinen Platz für die gemeinschaftsbildenden Tugenden, auf deren Fundament erst die Weiterentwicklung einer Gesellschaft ohne Gefahr des Sturzes ins Bodenlose möglich wird.
Es beeindruckt, mit welch logischer Stringenz Metz gemeinhin als singulär wahrgenommene Geschehnisse als Ausprägung allgemein gültiger Muster in eine lange Reihe wiederkehrender Phänomene einer für Fehlentwicklungen anfälligen Gesellschaft einordnet. Besonders erschreckend für den modernen Menschen ist dabei, wie nachvollziehbar er nicht nur allgemein akzeptierte, sondern für beinahe unumstößlich wahr gehaltene, d. h. quasi-religiöse politische Postulate und Regularien unter den Vorbehalt der gegenwärtigen Werturteile stellt, d. h. ihre zeitliche und ideologische Bedingtheit belegt.
Eine tragfähige Erklärung menschlichen Handelns durch die Zeiten kann nur bei Verwendung eines ganzheitlichen Ansatzes, der seine Basis allein in der Geschichte finden kann, erfolgreich sein. Erkenntnisse, die den vielen Verfallszeiten der Moralien standhalten, führen zu den immerwährenden Prinzipien nach denen Gesellschaften funktionieren.
So nüchtern und vorurteilsfrei Metz an die Theoriefindung herangeht, so eindeutig ist sein Befund in der Dualität einer in der Tradition gründenden Dialektik versus ideologischer Bestrebungen. Die gesellschaftsstabilisierenden Tugenden werden als etwas zeitlos Gültiges erkennbar – ebenso permanent bedroht von gesellschaftsgefährdenden absoluten Bestrebungen. So lassen die bei aller Sachlichkeit doch von einer klar erkennbaren Leidenschaft für die civitas geprägten Ausführungen auch Skepsis hinsichtlich der selbstzerstörerischen gesellschaftlichen Natur des Menschen erkennen. Die Wege zur guten Gesellschaft, die Metz aufzeigt, stehen unter dem Vorbehalt des dem Menschen immanenten Widerspruchs. Der Antagonismus gesellschaftsbildenden und -zerstörenden Handelns gründet in seiner Natur. Die Dialektik, die Metz zur Abwehr des Absoluten einfordert, ist gleichzeitig für die Schwierigkeiten der Gesellschaft durch die Zeit verantwortlich: Alles, auch die tradierten kollektiven Wertvorstellungen werden zerredet. Die Bedingung des Guten trägt die Saat des Scheiterns schon in sich. Haben die bürgerlichen Tugenden zu einem Gedeihen der res publica geführt, scheinen die Voraussetzungen des Sozialen nicht mehr gefordert, mit der Folge einer weitgehenden Verkümmerung.
Metz bezieht sich immer wieder auf Thukydides. Nach Lektüre und Reflexion seiner Überlegungen drängt sich jedoch die Tragik des Lakoon oder der Kassandra ins Bewusstsein. Zu erkennen, ohne Glauben zu finden, dieses Konstrukt ist auch für die Metzschen Ausführungen zu befürchten. So überzeugend die Analyse und die aus ihr resultierende Theoriebildung gelingt, so stringent führen die Ausführungen (zumindest dem Autor dieser Zeilen) zur Auffassung, dass eine Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse konfliktär zur conditio humana ist. Die Geschichte ein Weg ohne Ausweg – alternativlos in die Katastrophe? Keineswegs: Da die vielbeschworene Unfähigkeit, politisch zu lernen, nichts als die Unfähigkeit, historisch zu denken ist, ermöglicht dialektisches Denken in historischen Kategorien politische Lernprozesse. Eine Theorie der Geschichte ist wohl die höchste Stufe dieser Überwindung. Als Reflexion über die Vergangenheit macht sie das Heute und Morgen durchschau- und erklärbar. Ohne Theorie muss Geschichte ein Torso bleiben, ein Okkupationsziel der Politik, beliebig formbare moralische Verfügungsmasse.
Freilich, auch das zeigt Metz, sie ist nur die Voraussetzung. Helfen kann letztlich nur beherztes, von Mut und Charakter getragenes kluges Handeln. Jedoch, tiefsinnige Gedanken, die ein Abweichen von eingeübten beifallssicheren Abläufen und Erklärungen erfordern, sind unbequem. Das Festhalten an überlieferten („Sekundär“)Tugenden wurde schon Staats-männern um die Ohren gehauen. Nicht ganz so couragierte Zeitgenossen verspüren umso weniger Neigung die Wange hinzuhalten und bevorzugen im zeitgeistigen Konsens abgeschliffene Sprachregelungen. So ist zu befürchten, dass die Theorie der Langen Zeit erst Akzeptanz findet, wenn sie durch die Geschichte belegt wurde, wenn es zu spät ist, Geschichte also weiter die Summe der Dinge bleiben wird, die hätten vermieden werden können.